Der perfekte Boden

Der richtige Boden ist von großer Bedeutung, wenn man beim Anbau von Tomaten, Paprik und anderem Gemüse im Foliengewächshaus oder im Folientunnel hohe Ernteerträge erzielen möchte.

Boden umgraben

Tomatenpflanzen bilden bis zu 120 cm lange Hauptwurzeln aus, daneben ein dichtes Geflecht von Nebenwurzeln. Deshalb ist es wichtig, dass der Boden im Foliengewächshaus tiefgründig locker ist, sodass die Wurzeln tief in das Erdreich eindringen können. Dies erreicht man durch sorgfältiges Umgraben.

Staunässe vermeiden

Meistens sind die Gartenböden zu dicht, also zu lehmig. Beim Umgraben bilden sich blockige, glänzende Erdschollen. Tomatenpflanzen mögen dichte Böden überhaupt nicht, denn meist neigen solche Böden zu Staunässe. Auch können Tomatenwurzeln in einem dichten Boden nur wenige Nährstoffe aufnehmen. Ergebnis: Die Pflanzen kümmern und die Ernte fällt nur gering aus.

Abhilfe schafft man, indem man je 2 m² Bodenfläche 10 Liter Sand unter die fette Erde mischt. Dadurch wird die Erde poriger und überschüssiges Wasser kann versickern.

Bodenoptimierung

Sie können Ihren Gewächshausboden noch entscheidend verbessern, indem Sie in den Boden je m² die folgenden Substanzen einarbeiten:

  1. 100g Pferdedung (in Pelletform) , alternativ 5 Liter reifer Kompost
  2. 30g Urgesteinsmehl
  3. 10g Gartenkalk
  4. 20g Holzasche

Pferdedung ist ein hervorragender Langzeitdünger mit einer Düngewirkung von etwa 3 Monaten. Außerdem lockert er den Boden auf und sorgt dafür, dass er in Hitzeperioden nicht so schnell austrocknet.

Urgesteinsmehl ist gemahlenes, uraltes Gestein aus der Zeit der Entstehung der Erde. Insgesamt trägt Urgesteinsmehl entscheidend zur Bodenlockerung und Bodenfruchtbarkeit bei.

Auch der Gartenkalk bzw. die Holzasche tragen zur Bodenfruchtbarkeit und zur Bildung einer Krümelstruktur des Bodens bei.

Nachhaltig und schonend gärtnern

Pferdedung, Kompost und Urgesteinsmehl sowie Gartenkalk und Holzasche sind allesamt natürliche Stoffe und  ideal für den verantwortungsvoll und nachhaltig arbeitenden Gärtner. Deshalb sind diese Stoffe auch für den biologisch-organischen Anbau zugelassen.

Wenn Sie also die Gewächshauserde in beschriebener Weise vorbereitet haben, können Sie im Mai Ihre Tomatenpflänzchen einpflanzen: Sie heben ein etwa 15 cm tiefes Loch aus und setzen dort die Pflanze mit dem Wurzelballen ein. Anschließend füllen Sie das Pflanzloch mit Erde auf und drücken die Erde um den Wurzelballen vorsichtig fest, damit die Pflanze einen optimalen Kontakt mit dem umgebenden Boden hat. Dann wird die nächste Tomatenpflanze auf die beschriebene Art eingesetzt. Zum Schluss werden alle Pflanzen kräftig angegossen.

In Plastiksäcken abgepackte Erde

Natürlich können Sie auch fertig abgepackte Erde kaufen. Allerdings gibt es bei diesen Erden große Qualitätsunterschiede und man sollte hier wirklich nur die beste Qualität kaufen, z.B. Bio-Tomaten- und Gemüseerden, oder Hochbeet-Erden, denn die Qualität des Bodens bestimmt die Höhe des Ernteertrages.

Wichtig bei der Verwendung von abgepackten Erden ist es, die Hinweise des Herstellers auf der Rückseite des Plastiksackes zu lesen.

Tipp: Fügen Sie pro 40-Liter-Sack einen Esslöffel Urgesteinsmehl hinzu! Ihre Pflanzen werden es Ihnen mit Vitalität, schönem Anblick und einer reichen Ernte danken!